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By N2H

Annapurna Trekking

1.Teil: Jomsom Trek

Pokhara:
Die ersten beiden Tage in Pokhara verbrachten wir damit, uns noch mit einigen notwendigen Sachen fuer die Trekking Tour einzudecken. So kauften wir uns noch warme Socken, ein paar zusaetzliche T-Shirts und eine neue Bauchtasche.
Am Nachmittag vor der Abreise traf auch Gesh, unser Guide, in Pokhara ein. Zusammen besprachen wir nochmals die Details der kommenden Reise. Anschliessend ging er auf die Suche eines Porters, der unser Gepaeck die naechsten 3 Wochen tragen sollte.

1.Tag: Pokhara (820m) nach Galeswor (1170m)
Am folgenden Morgen trafen wir uns dann mit Chandra, unserem Porter, der ganz froh zu sein schien, dass wir bloss ein Rucksack dabei hatten, der kaum ueber 15kg wog. Er erzaehlte uns, dass er normalerweise bis zu 40kg zu tragen haette! Reiko's Rucksack liessen wir im Hotel in Pokhara, mit all den unnoetigen Sachen wie PC, Pass und Sommerkleidern, zurueck. Danach ging's mit dem lokalen Bus nach Beni (830m). Eine Fahrt, die beinahe 5 Stunden dauerte und ueber holprige, enge Wege fuehrte. Froh, heil in Beni angekommen zu sein, entschlossen wir uns, die Strecke nach Galeswor nicht per 4WD, sondern zu Fuss zurueckzulegen, speziell, da das Wetter ausgezeichnet war und wir nach dem langen Sitzen etwas Bewegung gut gebrauchen konnten. Nach einer knappen Stunde erreichten wir unsere erste Lodge, wo wir noch etwas zu Nacht assen und dann frueh zu Bett gingen um am naechsten Morgen fit zu sein.

 

 


2.Tag: Galeswor (1170m) nach Tatopani (1190m)
Nach einem fruehen Start und einem guten Fruehstueck nahmen wir die erste richtige Etappe unserer Tour in Angriff. Zuerst fuehrte uns der Weg nach Tiplyang, wo die Strasse endete und in einen schmalen Weg ueberging. Zwischen Beni und Jomsom ist eine Strasse geplant, doch die Ausfuehrung wird wohl noch einige Jahre in Anspruch nehmen. Ohne Maschine eine Strasse in dieses enge Tal und harten Gesteins zu bauen, braucht seine Zeit. Dafuer koennen danach die einheimischen Leute die mehrtaegige Strecke nach Beni per Bus oder 4WD in einigen Stunden absolvieren. Allerdings hat dieses Unterfangen auch seine Schattenseite. Wenn die Strasse fertiggebaut ist, werden wohl kaum mehr Trekkers diese Route benutzen und viele Lodge-Besitzer verlieren ihr Einkommen.
Nach dem Mittagessen begegneten wir einigen Armeetruppen, die die Strassen Strassenbauer, welche jede Menge an Sprengstoff dabei hatten, begleiteten. Gesh erzaehlte uns, die Gefahr bestehe, dass Banditen den Sprengstoff stehlen und es an terroristische Gruppen verkaufen wuerden.
In Tatopani angekommen, konnten wir dann ein heisses Bad in den natuerlichen Quellen nehmen und so unseren bereits mueden Beinen etwas Entspannung goennen.

 

 


3.Tag: Tatopani (1190m) nach Ghasa (2010m)
Der erste Teil des Weges fuehrte entlang einiger kleiner Doerfer und Gaststaetten. Unterwegs trafen wir zahlreiche Mauleselkarawanen, die auf dem Weg nach Beni waren um Waren fuer Lodges einzukaufen. Solche Karawanen sind oft tagelang unterwegs und beinhalten bis zu 20 Tiere. So kann's teilweise sehr eng auf dem sonst schon schmalen Weg werden.
Das Mittagessen genossen wir in Rukse Chhahara, mit herrlichem Blick auf den Wasserfall. Obwohl die Menuauswahl enorm ist (Pizza, Pasta, chinesisch, mexikanisch und sogar Roesti!) entschieden wir uns wie fast taeglich fuer die nepalesische Spezialitaet. Das Dal Baht ist ein Reisgericht, bestehend aus einer Art Linsensuppe, einem Gemuesecurry und je nachdem mit etwas Fleisch (Huhn, Schaf oder Wasserbueffel). Viele Nepali essen dieses Gericht zwei Mal am Tag, sieben Mal die Woche!
Nach dem Essen erfolgte dann der erste Aufstieg. Eine improvisierte Steintreppe fuehrte die etwa 400 Hoehenmeter hoch, wo wir wiederum einer Mauleselkarawane Platz machen mussten. Bald darauf erreichten wir Ghasa, wo wir zum dritten Mal uebernachteten.

 

 


4.Tag: Ghasa (2010m) nach Tukche (2590m)

Was am vorherigen Tag mit leichten Magenkraempfen anfing, setzte sich in der Nacht mit Durchfall und Uebelkeit fort. Am folgenden Tag verschlimmerte sich das ganze noch und so musste ich etliche Male die Toilette oder den Wald aufsuchen.
Nach dem Mittagessen - fuer mich gabs bloss etwas Tee und Suppe -ging's dem Tal entlang, wo wir an ein paar kleinen, interessanten Doerfern vorbeikamen. Bemerkenswert war, wie sich die Haeuser seit Beginn unserer Wanderung stetig geaendert haben. Von Steinhaeusern mit Schieferdaechern zu Lehmhaeusern mit Stroh- oder Lehmdaechern. Etwas spaeter nahm dann der Wind an Staerke zu und bald darauf war das Tal in dicke Wolken gehuellt. Kurz bevor wir Tukche erreichten, fing es an zu regnen. In der Lodge angekommen, genossen wir eine heisse Dusche und waermten uns an Milchtee auf.

 

 


5.Tag: Tukche (2590m) nach Kagbeni (2800m)
Am folgenden Morgen fuehlte ich mich bereits wieder viel besser, doch mit Essen wollte ich noch warten, bis wir unser Tagesziel erreicht hatten. Die Wolken hatten sich ebenfalls verzogen und bei strahlend blauem Himmel genossen wir die freie Sicht auf die weissen Bergspitzen.  

 

 


Nach etwa einer Stunde erreichten wir Marpha, wo wir die Moeglichkeit hatten, ein altes Kloster zu besuchen und durch die engen Gassen des Doerfchens zu schlendern. Rund um uns befanden sich Apfelplantagen und auch wir probierten die Spezialitaet des Ortes aus: Apfelkuchen, Apfelsaft und getrocknete Aepfel.

 

 


Als wir gegen Mittag Jomsom erreichten, hatte der Wind bereits wieder eingesetzt. Der Grund, warum der kleine Flughafen bloss morgens angeflogen werden kann und teilweise sogar tagelang geschlossen bleiben muss.
Im lokalen Touristenbureau fanden wir eine interessante Statistik. Im Jahr 2006 kamen am weitaus meisten Besucher aus Frankreich, Israel und Belgien in die Annapurna Region. Die Schweiz war bloss an 10. Stelle.
Der Rest des Nachmittags ging es dann bei starkem Rueckenwind nach Kagbeni, wo wir die trockene, fast wuestenaenliche Landschaft bewundern konnten, wie sie in Upper Mustang zu finden ist.
Bereits etwas muede nach 5 Tagen erreichten wir die Lodge und genossen einen Tee am waermenden Feuer. Da es meinem Bauch bereits wieder viel besser ging, goennte ich mir endlich den langersehnten Apfelkuchen.

 

 


Tag 6: Kagbeni (2800m) nach Muktinath (3800m)
Da der steile Aufstieg nach Muktinath bloss etwa 3 bis 4 Stunden dauert, hatten wir den Morgen Zeit, Kagbeni anzuschauen. Das 200 Jahre alte Kloster war sehr beeindruckend und der Moench erklaerte uns etwas ueber die Geschichte des Ortes. Vom Dach des Klosters hatten wir eine herrliche Aussicht ueber das ganze Dorf und das Tal. Im kleinen Touristenbureau zeigte uns der freundliche Wachmann ein Video ueber Upper Mustang. Diese Region ist nur wenigen Touristen zugaenglich, einerseits wegen der hohen Gebuehr (700 US$/10Tage pro Person), anderseits sind bloss etwa 1000 Touristen pro Jahr zugelassen. Aus diesen Gruenden und wegen des 5 Tagesmarsch um die Hauptstadt zu erreichen, sind die Leute dort noch sehr abgeschirmt von der Aussenwelt.

 

 


Momentan bleibt diese Region fuer uns nur ein Traum, den wir in Zukunft gerne einmal besuchen moechten. Bis dahin beschraenken wir uns auch die Annapurna Region und Lower Mustang.
Diesmal mussten wir fuer den Aufstieg etwas waermere Kleider anziehen als sonst. Leider verschlechterte sich das Wetter allmaehlich und nach dem Mittagessen fanden wir uns in einem kleinen Schneesturm wieder. In Muktinath angekommen waren wir in Schnee gehuellt. Dort begegneten wir einigen indischen Touristen, die eine Pilgrim-Reise
hierher gemacht hatten. Allerdings trugen sie bei weitem nicht die passenden Kleider fuer diese Kaelte, schon gar nicht, nachdem sie im eisigen Wasser des Tempels geduscht oder sogar gebadet hatten. Einige litten infolge des viel zu schnellen Aufstiegs (mit Flugzeug und Traktor) an der Hoehenkrankheit.

 

 


7. Tag: Muktinath (3800m) nach Jomsom (2710m)
Am Morgen frueh bei eisigen Temperaturen besuchten wir die Tempelanlage in Muktinath. Fuer viele Hindu und Buddhisten ist dies hier ein sehr heiliger Ort und die Waschung von den 108 Wasserhahnen das Ziel ihrer Reise. Fuer uns war die Waschung eine sehr interessante, jedoch etwas kalte Erfahrung.

 

 


Der anschliessende Abstieg nach Ekklobhatti, wo wir zu Mittag assen, dauerte etwas laenger als geplant. Auf dem Rueckweg nach Jomsom hatten wir wieder starken Wind, diesmal allerdings bliess er uns den ganzen aufgewirbelten Sand direkt ins Gesicht.
In Jomsom trafen wir dann wieder Lior, den wir bereits in Muktinath kennen gelernt hatten. Zusammen mit Gesh und Chandra spielten wir den Rest des Abends Karten - etwas, das auf dem Rest des Trips beinahe zur Sucht wurde und wir fast jede freie Minute spielten.

 

 


8.Tag: Jomsom (2710m) nach Marpha (2670m)
In der Nacht wechselte das Wetter, der Wind liess fuer einmal nicht mehr nach, im Gegenteil, dicke Wolken zogen auf und brachten Regen. Bei stroehmendem Regen machten wir uns am folgenden Morgen auf nach Korepani, doch bereits nach 90 Minuten waren wir durchnaesst und machten Rast in einem der Teehaeuser in Marpha. Bei einem heissen Milchtee waermten wir uns wieder auf, spielten Karten und liessen die Zeit verstreichen. Bald war es an der Zeit, Mittag zu essen und da das Wetter nicht besser wurde - im Gegenteil - starker Schneefall setzte ein, verbrachten wir den Rest des Nachmittags im Restaurant, welches mit heisser Kohle geheizt wurde. So entschlossen wir uns, die Nacht dort zu verbringen und erst am folgenden Morgen frueh loszuziehen. Als wir kurz vor dem Nachtessen aus dem Raum gingen, beklagte ich ueber starke Kopfschmerzen, Uebelkeit und einen rasenden Puls. Auch Reiko hatte die gleichen Symptome. Etwas beunruhigt legten wir uns fuer eine Weile hin, doch die Kopfschmerzen liessen nicht nach. Spaeter erfuhren wir, dass alle Leute, die sich im Restaurant befunden hatte, an den gleichen Symptomen litten. Vermutlich erlitten wir eine leichte Kohlenmonoxidvergiftung, da die Kohle nicht heiss genug war und wir zu lange in diesem relativ kleinen Raum blieben.
Am naechsten Morgen waren die Kopfschmerzen gluecklicherweise beinahe verflogen und wir konnten den Tag relativ fit angehen.

 

 

Tag 9: Marpha (2670m) nach Ghasa (2010m)
Zwar hatte der Regen und Schnee etwas nachgelassen, doch ueber Nacht setzte sich eine weisse Schneedecke ueber die Landschaft. Diese sah zwar wunderschoen aus, machte den Weg dadurch aber sehr matschig und rutschig. So dauerte der Weg nach Ghasa mehr als 6 Stunden, mit zwischenzeitlichen Schauern, die das Tempo ebenfalls nicht gerade beschleunigten. In Kokhethanti wurden wir Zeugen der zerstoererischen Gewalt einer Lawine, die bloss einige Stunden zuvor ins Tal gebraust war und einige Maulesel und Farmland unter sich begrub. Durch die Druckwelle wurden auf der gegenueberliegenden Talseite Baeume und Teile der Haeuser umgeworfen. Gluecklicherweise wurden keine Menschen verletzt.
In Ghasa konnten wir uns nach einer kalten Dusche (ohne Sonne konnte das Wasser nicht aufgewaermt werden) an Milchtee aufwaermen.

 

 


Tag 10: Ghasa (2010m) nach Tatopani (1190m)
Wieder in stroemenden Regen verliessen wir Ghasa und machten uns auf den Weg nach Tatopani. Bald kam jedoch die Sonne hervor und waermte uns wieder auf. Unterwegs begegneten wir einer etwas komischen Gestalt, genau genommen einem UN-Mitarbeiter. Dieser kam direkt auf uns zu, fragte nach unseren Namen und Herkunftslaendern, wollte E-Mail Adressen tauschen und ein Foto mit uns zusammen schiessen! Den Ort der Begegnung wollte er von seinem Guide aufgeschrieben haben, doch da dieser nicht gut schreiben konnte (zumindest nicht das westliche Alphabet), waren einige Fehler im Wort vorhanden. Daraufhin wurde der er vom UN-Mitarbeiter angeschrieen, der sich beschwerte, dass er jedes Mal den Ort ein zweites Mal selber schreiben muesse. Ich fand dies ein sehr arrogantes und wenig respektvolles Verhalten gegenueber seinen Angestellten. Nicht gerade der beste Einruck, der die UN da hinterlassen hat. Und es sollte nicht meine einzige schlechte Erfahrung mit der UN bleiben.
Einige Stunden spaeter, als wir ein Bad in den heissen Quellen Tatopanis nahmen, kam wiederum eine Gruppe UN-Mitarbeiter (haben die nichts zu tun?!), darunter auch eine Frau, die sich im Badekleid in den Pool setzte. Normalerweise sollte Frauen in der Oeffentlichkeit, speziell beim Baden ein T-Shirt und wenn Moeglich lange Hosen tragen, da zu viel Haut zu zeigen bei Frauen, fuer Nepali als unhoeflich gilt. Klar, der Ort ist touristisch und die dortigen Leute sind sich wahrscheinlich solche Sachen gewohnt, doch alle anderen Touristen hielten sich an diese einfache Regel.

 

 


2.Teil: Poon Hill Trek

Tag 11: Tatopani (1190m) nach Sikha (1935m)
Den langen Aufstieg nach Ghorepani absolvierten wir in zwei Etappen, mit Uebernachtung in Sikha. Der herrliche Weg fuehrte uns durch unzaehlige Weizenterrassen, durch Orangenplantagen, die voller suesser Fruechte waren und durch kleine Doerfchen. Den Orangen konnten wir nicht widerstehen und kauften uns einige als Erfrischung fuer unterwegs. Bei schoenem Wetter genossen wir das tolle Panorama mit all den 7- und 8-Tausendern, die rotbluehenden Rhododendron Baeume und die saftig gruenen Wiesen. Richtig paradiesisch!

 

 


In Sikha trafen wir eine 9 koepfige neuseelaendische/australische Frauenreisegruppe, die als Traeger und Guides ebenfalls Frauen dabei hatten. In Pokhara und Kathmandu gibt es eine Organisation, das weiblichen Reisenden Frauen als Traeger und Guides zur Verfuegung stellt. Mit ueber 15 Frauen in dem kleinen Essraum wurde es ziemlich laut. Da es allerdings nur kaltes Wasser gab, war das einzige Badezimmer nur selten besetzt.

 

 


Tag 12: Sikha (1935m) nach Ghorepani (2750m)
Wiederum bloss ein halbtaegiger Marsch fuehrte uns bei herrlichem Wetter nach Ghorepani. Die Aussicht, die wir von unserem Zimmer hatten, war einmalig. Wir konnten den Dhaulagiri 1 (8167m), Tukche Peak (6920m), Annapurna South (7219m), Annapurna V (7647m) und Nilgiri South (6839m) direkt vom Bett aus bewundern. Dhaulagiri 1 ist mit seinen 8167m der hoechste Berg in der Region und gehoert zu den Top 10 der Welt (Nr.7).

 

 


Bei herrlichem Sonnenschein und fruehlingshaften Temperaturen genossen wir unser Mittagessen auf der Terrasse unserer Lodge. Da wir den Rest des Nachmittags nicht viel zu tun hatten, nutzten wir die Zeit, unsere Kleider zu waschen (in eisigem Wasser nicht gerade ein Vergnuegen).
Der Abend verbrachten wir wieder einmal mit Karten spielen und sahen uns lokale Taenze an.

 

 


Tag 13: Ghorepani (2750m) nach Tadapani (2590m)
Bereits um 5 Uhr waren wir mit Taschenlampe ausgeruestet unterwegs zum Poon Hill (3193m). Als wir kurz nach 6 Uhr die Spitze erreichten, wurden wir Zeugen eines herrlichen Sonnenaufgangs bei spektakulaerem Panorama. Dhaulagiri 1 und Annapurna South leuchteten im aufgehendem Sonnenlicht orange. Fotos zu schiessen war jedoch nicht einfach, da bei eisiger Kaelte einem fast die Finger einfroren. Doch auch dafuer fanden die Nepali eine
gute Loesung. Auf der Spitze des Huegels gab es ein kleiner Stand (!), der heissen Tee, Kaffee und Schokolade verkaufte. Unmoeglich, da zu widerstehen. Um 8 Uhr waren wir zurueck in der Lodge assen ein leichtes Fruehstueck, bevor wir uns auf den Weg in Richtung Tadapani machten.

 

 


Zuerst fuehrte uns der Weg auf eine kleine Passhoehe (3200m), von wo aus wir eine herrliche Aussicht auf die umliegenden Berge hatten.

Panorama

Zum ersten Mal konnte ich nun die Panoramafunktion unserer Kamera ausprobieren.
Anschliessend ging es etwa eine Stunde den Huegel hinunter nach Deurali, im nassen Schnee wurde dies zu einer richtigen Rutschpartie und wir fanden uns etliche Male im Schnee sitzend wieder. Froh, ohne Knochenbrueche unten angekommen zu sein, assen wir auf einer Sonnenterasse zu Mittag und genossen die waermenden Sonnenstrahlen.

 

 


Der Rest des Weges nach Tadapani fuehrte durch dicken Rhododendron Wald, dessen Blueten rot und rosa leuchteten. Ploetzlich sahen wir etwas in den Baumkronen bewegen und bei genauerem hinsehen, erkannten wir, dass es sich dabei um eine Gruppe Affen handelte, die sich von den Blueten ernaehrte und von Ast zu Ast huepften.
In Tadapani hatten wir ebenfalls ein Zimmer mit herrlicher Aussicht, doch das Dorf war in solch dicken Nebel gehuellt, dass wir sie diesmal nicht geniessen konnte.

 

 


Tag 14: Tadapani (2590m) nach Chhomrong (2170m)
Doch was uns am Vorabend noch verwehrt bliebt, zeigte sich am Morgen in voller Bracht. Die rotbluehenden Rhododendrons und im Hintergrund der fast zum Beruehren scheinende Annapurna South und Machhapuchhre. Der Weg nach Chhomrong war gepraegt von staendigem Auf- und Absteigen, allerdings nicht sehr steil und auf guten Wegen. So erreichten wir kurz nach Mittag bereits unser Tagesziel, wo wir wiederum in einer Lodge mit herrlicher Aussicht uebernachteten. Und endlich gab es wieder einmal (allerdings auch zum letzten Mal) Strom, so dass ich die Batterien der Kamera und Taschenlampe aufladen konnte.

 

 


Teil 3: Annapurna Sanctuary Trek:

 

 


Tag 15: Chhomrong (2170m) nach Himalaya (2700m)
Mit gewaschenen Kleidern (jedoch noch nass) und geladenen Batterien gingfs es wiederum bei strahlendem Wetter los. Der Abstieg nach Chhomrong-Village, wo man sich ein letztes Mal mit Toilettenpapier guenstig (35Rp) eindecken konnte (70Rp in der Lodge, ueber 100Rp im A.B.C.), und der anschliessende Aufstieg nach Sinuwa dauerte laenger als geplant. Etwas erschoepft genossen wir erstmal einen Tee, bevor es wieder weiterging. Der Weg fuehrte uns diesmal durch einen Bambuswald und so konnten wir keine Berge mehr erkennen. jedoch sahen wir aus relativ naher Entfernung wiederum Affen beim Essen und Spielen.
Auf dem letzten Teilstueck nach Himalaya mussten wir noch einige Lawinengefahrenzonen durchqueren, in denen es uns angeraten wurde, etwas schneller als normal zu laufen. So erreichten wir kurz vor 18 Uhr die Lodge und waren froh, eine heisse Suppe zu trinken, nachdem wir wiederum eine kalte Dusche genommen hatten.

 

 


Tag 16: Himalaya (2700m) nach Machhapuchhre Base Camp (M.B.C.) (3700m)
Bereits vor 8 Uhr waren gestaerkt und bereit, den Aufstieg ins M.B.C. in Angriff zu nehmen, da man wenn moeglich vor 10Uhr die Lawinengefahrenzone durchqueren sollte. Auch mussten wir eine Alternativroute waehlen, da bereits zu viele Lawinen heruntergekommen sind. Der Weg fuehrte zuerst nach Deurali, wo wir uns ein letztes Mal mit heissem Tee aufwaermen konnten, bevor es durch tiefen Schnee ins M.B.C. ging. Obwohl wir wiederum etwas schneller als normalerweise durch die Lawinengefahrenzone liefen, ging nur wenige hundert Meter entfernt eine kleine Lawine hinunter, gluecklicherweise auf der anderen Flussseite. Die letzte Stunde des Weges fuehrte steil durch tiefen Schnee und so waren wir froh, im M.B.C. angekommen zu sein und etwas Warmes zu essen. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir im kleinen Esszimmer und schauten zu, wie die Wolken langsam hochkletterten und starken Schneefall brachten.

 

 


Tag 17: Machhapuchhre Base Camp (3700m) nach Annapurna Base Camp (A.B.C.) (4130m)
Doch wie schon so oft, brachte der Morgen wiederum klaren Himmel und so hatten wir beinahe freie Sicht auf die umliegenden Berge, ausser Annapurna 1, dessen Spitze sich hinter dicken Wolken verbarg. So ging's durch einige Zentimeter Neuschnee durch die sonst schon dicke und teilweise weiche Schneedecke auf in Richtung A.B.C. Nach fast 2 Stunden hatten wir das Ziel unseres Annapurna Trekkings erreicht:  Das auf 4130m liegende Annapurna Base Camp!

 

 


Mit einer heissen Schoggi feierten wir den erfolgreichen Aufstieg.
Lange konnten wir die Aussicht allerdings nicht geniessen, denn bald kamen wieder Wolken auf und starker Schneefall setzte erneut ein. Dieser stoppte jedoch gegen Abend wieder und so blieb noch etwas Zeit, uns im Schnee auszutoben. Mit einem Airboard kletterten wir auf einen umliegenden Huegel und sausten damit in die Tiefe. Ein Riesenspass, doch der Aufstieg durch metertiefen Schnee auf einer Hoehe ueber 4000m war schon recht anstrengend. Da hatte es die russische Reisegruppe einfacher, die am Vortag per Helikopter ins A.B.C. kam und mit den Skiern ins M.B.C. hinunterfuhren.

 

 


Tag 18: Relaxing im Annapurna Base Camp
Um die praechtige Aussicht auf die Berglandschaft noch etwas laenger geniessen zu koennen, entschieden wir uns, einen zusaetzlichen Tag einzulegen. Allerdings ausser ein bisschen im Schnee spazieren zu gehen und unzaehlige Fotos zu schiessen, waren unsere einzigen Aktivitaeten auf der Terrasse zu sitzen, Karten zu spielen und uns mit den Lodge-Mitarbeitern zu unterhalten.

 

 

 

 


Tag 19: Annapurna Base Camp (4130m) nach Sinuwa (2350m)
Ein Abstieg von fast 1800m stand uns am heutigen Tag bevor, gleichzeitig die laengste Etappe unseres Trekking. So hiess es, wieder frueh aufzustehen. Nicht gerade ein Einfaches unterfangen, bei eisiger Kaelte aus dem warmen Schlafsack zu schluepfen. Doch der Sonnenaufgang im Camp bei klarem Himmel und nicht einer Wolke am Himmel, gab uns zum ersten Mal ein voellig freier Blick auf den Annapurna 1, der in der aufgehenden Sonne orange leuchtete.
Aufgrund des noch hartgefrorenen Schnees verlief der Abstieg ins M.B.C. sehr zuegig. Doch vom M.B.C nach Deurali war der Schnee von der Sonne bereits schon so aufgeweicht worden, dass wir teilweise Knietief einsanken.

 

 


Nach dem Mittagessen hatten wir die Lawinengefahrzone bereits passiert und marschierten durch den Wald in Richtung Sinuwa. Auch diesmal sahen wir wieder die Affen.
In Sinuwa konnten wir seit vier Tagen wieder eine Dusche nehmen. Im Camp gab es aufgrund der zu tiefen Temperaturen kein fliessend Wasser. So war es uns egal, dass das Wasser kaum mehr als 10C hatte.
Das Nachtessen genossen wir bei angenehmen Temperaturen auf der Terrasse.

 

 


Teil 4: Zurueck nach Pokhara

Tag 20: Sinuwa (2350m) nach Landruk (1565m)
Berg hinunter, Berg hinauf, dies war das Motto des heutigen Tages. Zuerst ging es eine Stunde nach unten, danach zwei Stunden nach oben. In Chhomrong konnten wir uns wieder e
twas guenstiger mit Schoggi eindecken und goennten uns sogar ein suesses Gebaeck zum Tee. Anschliessend ging es wieder 1.5 Stunden hinunter nach Jhinu, wo wir zu Mittag assen und uns staerkten, bevor der fast drei-stuendige, allerdings leichte Aufstieg nach Landruk erfolgte. Auf dem letzten Teilstueck fuehlten wir bereits das subtropische Klima mit der hohen Luftfeuchtigkeit. Und auch die Bananenbaeume deuteten auf das deutlich waermere Wetter hin. In Landruk erhielten wir ein tolles Zimmer mit privatem Badezimmer. Leider nur mit kaltem Wasser, doch mittlerweile haben wir uns ans Duschen mit kaltem Wasser gewoehnt.
Anschliessend sassen wir bis nach Sonnenuntergang im T-Shirt auf der Terrasse, tranken Tee und spielten Karten. Beim Nachtessen unterhielten wir uns noch mit einem betrunkenen UN-Mitarbeiter. Anscheinend haben die UN-Leute nichts zu tun, so viele wie wir hier bereits gesehen hatten. Doch ueber deren Verhalten wundere ich mich schon ein bisschen. Wer waehlt diese Leute aus…und noch schlimmer, wer bezahlt diese ueberhaupt?

 

 


Tag 21: Landruk (1565m) nach Dhampus (1650m)
Der letzte richtige Trekking Tag fuehrte uns entlang einiger kleiner Doerfer, wo freiwillige Mitarbeiter aus der ganzen Welt halfen, eine Schule zu bauen. Der Weg fuehrte uns ueber einen Pass, auf dessen Hoehe wir zu Mittag assen. Der Ort hiess Deurali. Bereits der dritte Ort, der so hiess! (bedeutet auf Nepali Passhoehe)
Anschliessend ging es nur noch hinunter nach Dhampus, wo wir unsere letzte Nacht verbrachten. unterwegs begegneten wir einigen grossen Gruppen, mit bis zu 20 Touristen und ueber 15 Traeger, Koeche und Guides, die ihr Trekking in Dhampus begonnen hatten und nun fuer einige Tage oder sogar Wochen unterwegs sein werden. Fuer uns hiess es nun Abschied nehmen von der Annapurna Region und das 3 woechige Abenteuer zu verarbeiten.

 

 


Tag 22: Dhampus (1650m) nach Pokhara (820m)
Noch einmal konnten wir bei herrlichem Wetter das Panorama geniessen, bevor wir den 2 stuendigen Abstieg nach Phedi in Angriff nahmen. Von dort gingfs per Taxi zurueck nach Pokhara, wo wir den Rest des Nachmittags damit verbrachten, einige Orte mit dem Velo besuchten. Anschliessend hiess es Abschied nehmen von Chandra, der sich bereits wieder vorbereitete, am folgenden Tag wieder als Porter auf eine 20 taegige Tour zu gehen.

 

 


Den Abend benutzten wir, uns wieder auf den neusten Stand zu bringen und Nachrichten im Internet zu lesen. Viel haben wir allerdings nicht verpasst. Damit endete unsere Trekking Tour und es hiess wieder zurueck nach Kathmandu zu gehen. Dort werden wir einen 10 taegigen Kurs in einem Kloster ueber Buddhismus absolvieren.
Karte Annapurna

 

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