Von Udaipur nach Jaisalmer
Nov 4th, 2007 by Lars
Udaipur - Jodhpur
Mit einem lokalen Bus gings danach wieder weiter nach Jodhpur. Im ueberfuellten Bus und bei sehr hohen Temperaturen war die ueber 6 stuendige Fahrt etwas anstrengend. Kaum hatten wir Jodhpur erreicht und ein kleines Guesthouse gefunden, gingen wir direkt in eines der tollen Restaurants mit Dachterrasse und genossen ein eiskaltes Soda. Erst nachdem wir erfrischt waren, widmeten wir unsere Aufmerksamkeit der Stadt zu. Die riesige Festung auf einem Huegel mitten in der Stadt war sehr beeindruckend anzuschauen. Auch die vielen blauen Haeuser, die der Stadt den Namen "Blue City" geben, huellen die Stadt in eine interessante Atmosphaere.
Der hektische Bazaar rund um den Glockenturm war sehr beeindruckend. Ueberall boten die Haendler ihre Waren feil und Kuehe liefen gemaechlich durch die Menschenmenge.
Bishnoi Village
Am folgenden Tag machten wir eine sogenannte Village Safri zu einem der Bishnoi Doerfer, einige Kilometer ausserhalb Jodhpurs. Bishnoi Staemme sind Leute, die versuchen, seit dem 15. Jahrhundert auf traditionelle Weise in Einklang mit der Umwelt zu leben. Baeume gelten wie Tiere als geschuetzt. Aus diesem Grund findet man in der Naehe dieser Doerfer noch viele Antilopen und Gazellen. Eine Geschichte, die sich vor knapp 100 Jahren zugespielt hat, erzaehlt von den Bishnois, wie sie sich an die Baeume gebunden haben, um zu verhindern, dass der damalige Koenige der Region die Baeume faellt, um seinen Palast zu erweitern. Die Baeume wurde trotzdem gefaellt, samt den Leuten daran. Mehr als 300 Bewohner starben bei diesem Vorfall.
Die Tour fuehrte uns zuerst allerdings zu Webern, zu Toepfereien und zu Tuchfaerbern. Ist zwar interessant, solche Sachen anzuschauen, doch erinnerte uns dies sehr stark an das Phaenomen des Zwangseinkaufs, wie es ihn des oefteren in China und der Tuerkei erlebt hatten. Am Ende blieb dann leider nicht mehr so viel Zeit uebrig, im Bishnoi Dorf zu bleiben. Allerdings wurde uns demonstriert, wie man auf traditionelle Weise Opium verarbeitet und als "erfrischenden" Trink serviert.
Jodhpur - Jaisalmer
Unsere letzte Station auf unserer Rajasthan Reise war Jaisalmer. Die kleine Stadt liegt am Rande der Wueste und alles dort dreht sich um Kamele und Safaris. Da wir genuegend Sand und Kamele bereits in China gesehen hatten, wollten wir einfach nur etwas entspannen und das letzte Mal fuer eine Weile die Hitze geniessen. Das erste Hotel, welches wir in einem kleinen Prospekt gefunden hatten, offerierte uns ein Zimmer fuer 80Rs/Nacht. Und obwohl in ihrem Prospekt stand, dass sie niemanden zu einer Safari ueberreden wuerden, wurden wir nach 10 Minuten bereits wieder aus dem Hotel geworfen, da wir ihnen mitteilten, keine Safari machen zu wollen. So ging es noch einige Male weiter bis wir uns schliesslich fuer das Hotel Renuka entschieden. (welches im LP empfohlen wird als eines der Hotels, die einem nicht zu einer Safari zwingen)
Innerhalb der Festung hatte man eine tolle Aussicht auf die umliegende Region, die allerdings nicht aus Wueste bestand, sondern aus unzaehligen Windenergie Stationen, was einen etwas sonderbaren Eindruck hinterliess. Der Sonnenuntergang war jedoch, wie so oft hier in Rajasthan, ein einmaliges Schauspiel.
Nun folgte die lange Zugfahrt (ueber 20h) in einem Schlafwagen wie wir ihn bereits von unserer Reise nach Pathankot her kannten, nach Delhi, wo wir unseren letzten Tag in Indien verbringen wollten, bevor es zurueck nach Kathmandu ging, der letzten Station unserer Weltreise.








